Gelschleierinjektion ist die Lösung, wo ein Herstellen traditioneller Außenabdichtung nicht möglich ist, ohne Bauteile im erdberührten Bereich aufwendig aufzugraben. Auch angrenzende Bebauung oder Nutzung des Instandsetzungsbereiches kann ein Freilegen der Flächen ausschließen; oft schrecken auch die Kosten hoher Erdüberschüttung und aufwendiger Baugrubenverbauten ab. Im Injektionsverfahren ist weder eine genaue Lokalisierung der Leckstellen erforderlich, noch wird die Nutzung des Bauwerks während der Abdichtung beeinflusst.
Bei einer nachträglichen Gelschleierinjektion wird ein Hydrogel auf Polyurethan- oder Acrylatbasis durch das Mauerwerk in das Erdreich gepresst – so entsteht ein abdichtender Gelschleier auf der Außenwand. Ein Verfahren, das die Bausubstanz dauerhaft trockenlegt, sprich gegen weiteres Eindringen von Nässe schützt. Hochwertige Injektionsgele sind für die Abdichtung im Grund- und Trinkwasserbereich selbstverständlich zugelassen. Der eigentlichen Acrylatgel-Injektion geht eine umfangreiche Schadensdiagnose von Bausubstanz, Baugrund und umgebendem Erdreich voraus, die Faktoren wie Salzgehalt des Bodens, Hohlräume der Bausubstanz, pH-Wert, Korngrößenverteilung, Durchlässigkeit und Durchfeuchtung in den Blick nimmt. Im Grundwasserbereich kommt die Bestimmung von Wasserzusammensetzung und Fließgeschwindigkeit hinzu.