Wie viele Bohrungen sind notwendig, wie ist das Injektionsgel zusammengesetzt? Das hängt von Feuchte- und Salzgehalt des Mauerwerks und der Verträglichkeit des Injektionsstoffes mit dem Baustoff ab. Was unsere Produkte angeht – sie wurden durch unabhängige Institute auf einwandfreie Funktion geprüft. Immer setzen wir Packer – Ventile, notwendig, um das Mehrkomponentengel unter starkem Druck Richtung Gebäudeaußenseite zu pressen. Dabei stellen mehrstufige Injektionen sicher, dass die Schleierinjektion die komplette Außenfläche des Mauerwerks erfasst. Falls sinnvoll, kann sich an die Hintergelung der Außenmauer eine Schadsalzbehandlung der Innenwandoberflächen mit Sanierputz anschließen. Wir stellen beim Bohren größere Hohlräume fest? Dann verfüllen wir diese vorab. Injektionsgel selbst besteht aus drei Komponenten – A1 (Acrylat), A2 (Kettenverlängerer) und B1 als Persulfat (Katalysator, um die Reaktion zu starten) plus Wasser. Dabei reicht Acrylatgel in seiner Viskosität an die von Wasser heran. Auf Deutsch: Es fließt ausgezeichnet – und füllt so auch kleinste Hohlräume erdberührter Bauteile. Schnell ist es nicht, sondern breitet sich langsam, aber gründlich in den Injektionskanälen aus. Wie elastisch es ist, lässt sich passgenau regulieren. Stets haftet Polymergel gut an unterschiedlichsten Baustoffen – und härtet erst dann, wenn dieser komplett durchdrungen ist, von weichplastisch über elastisch zum hartspröden Gelkörper aus. Ein Material, das mit wertvollen Eigenschaften punktet: Salz- und säurefest, ist es außerdem frostsicher und reißfest bis minus 20 Grad. Unter kapillarer Wasseraufnahme bleibt das alterungsbeständige, elastische Injektionsharz druckfest. Umweltgerecht, sind moderne, lösungsmittelfreie Injektionsgele nicht nur wirtschaftlich im Verbrauch, sondern auch für die Abdichtung im Trinkwasserbereich zugelassen – gutes Handwerk für gesundes Leben und Wohnen.