Hochwertiges Hydrogel: So hat Nässe keine Chance!

Gelschleierinjektion ist die Lösung, wo ein Herstellen traditioneller Außenabdichtung nicht möglich ist, ohne Bauteile im erdberührten Bereich aufwendig aufzugraben. Auch angrenzende Bebauung oder Nutzung des Instandsetzungsbereiches kann ein Freilegen der Flächen ausschließen; oft schrecken auch die Kosten hoher Erdüberschüttung und aufwendiger Baugrubenverbauten ab. Im Injektionsverfahren ist weder eine genaue Lokalisierung der Leckstellen erforderlich, noch wird die Nutzung des Bauwerks während der Abdichtung beeinflusst.

Bei einer nachträglichen Gelschleierinjektion wird ein Hydrogel auf Polyurethan- oder Acrylatbasis durch das Mauerwerk in das Erdreich gepresst – so entsteht ein abdichtender Gelschleier auf der Außenwand. Ein Verfahren, das die Bausubstanz dauerhaft trockenlegt, sprich gegen weiteres Eindringen von Nässe schützt. Hochwertige Injektionsgele sind für die Abdichtung im Grund- und Trinkwasserbereich selbstverständlich zugelassen. Der eigentlichen Acrylatgel-Injektion geht eine umfangreiche Schadensdiagnose von Bausubstanz, Baugrund und umgebendem Erdreich voraus, die Faktoren wie Salzgehalt des Bodens, Hohlräume der Bausubstanz, pH-Wert, Korngrößenverteilung, Durchlässigkeit und Durchfeuchtung in den Blick nimmt. Im Grundwasserbereich kommt die Bestimmung von Wasserzusammensetzung und Fließgeschwindigkeit hinzu.

Injektionsgele einbringen – so geht’s

Ziel der Maßnahmen ist es, die Ursachen zu bekämpfen. Durch die Schadensanalyse bekommt man Aussagen zu Art und Menge des Injektionsgels sowie zu Kosten und Dauer der Maßnahme. Die Bohrungen durch das Mauerwerk werden rasterförmig festgelegt. Größere Hohlräume, die beim Bohren festgestellt wurden, werde vorab mit einem Zementleim verpresst bzw. verfüllt. Das Injektionsgel kommt in drei Komponenten – A1 (Acrylat) und A2 (Kettenverlängerer) plus B1 als reaktionsstartendes Persulfat (Katalysator) und Wasser – zum Einsatz. Die Anfangsviskosität des Acrylatgeles ist extrem gering, reicht quasi an die Viskosität von Wasser heran. Durch das ausgezeichnete Fließverhalten von Acrylatgelen werden auch kleinste Hohlräume und Fehlstellen erdberührter Bauteile erreicht. Langsam, wie sie sind, nimmt sich Acrylatgel genügend Zeit hat, sich um die Injektionskanäle auszubreiten und eine geschlossene Fläche, den sogenannten Schleier, zu bilden. Dies gelingt am effektivsten durch ein Verpressen in mehreren Stufen. Das Besondere: Reaktionszeiten gestalten sich je nach Injektionsaufgabe variabel, sodass sich die Elastizität passgenau regulieren lässt. Das leistet gut haftendes Polymergel, denn es härtet vom weichplastischen über elastischen bis zum hartspröden Gelkörper aus. Anders als wasserdichte Gele sind Reaktionszeiten zwischen 25 und 150 Sekunden wählbar.

Umweltverträglichkeit? Sehr gut!

Das farblich transparente bzw. transparent weiße Hydrostrukturharz, das sich sogar einfärben lassen, ist nicht nur wirtschaftlich im Verbrauch, sondern auch umweltverträglich und lösungsmittelfrei, also für den Trinkwasserbereich nach KTW-Trinkwasseruntersuchung sowie als umweltgerecht per bauaufsichtlicher Zulassung nach DIBt zugelassen – hier sind auch die Produktrezepturen hinterlegt. Das entsprechende Regelwerk für die Gelinjektion liefert das Merkblatt der STUVA (Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen e.V.) „Abdichten von Bauwerken durch Injektion“. Acrylatgele geben keine toxischen Substanzen an das Grundwasser ab – und genügt darüber hinaus den Anforderungen an normal entflammbare Baustoffe.

Injektionsgele: Vielseitig einsetzbar

KellerInjektionsgele eignen sich für vertikale und horizontale Abdichtungen gleichermaßen und zum Verpressen von wasserführenden Fugen und Rissen, wie zum Beispiel bei Bewegungsfugen von Verkehrs- und Wasserbauwerken. Gelschleierinjektion mit Acrylatgel dient der Baugrundverfestigung und dichtet Tunnel, Kanäle, Keller und Schächte ab – eben alles, was sich im erdberührten Bereich befindet.

Acrylatgel: Verlässliche Eigenschaften

Diese Injektionsgele sind verlässlich in ihren Eigenschaften: Salz- und säurefest und bis minus 20 Grad frostsicher sowie taubeständig. Im Kontakt mit Wässern und unter kapillarer Wasseraufnahme behält das alterungsbeständige Injektionsharz Eigen- und Druckfestigkeit sowie Dauerbeständigkeit ungerührt bei. Injektionsgele besitzen nicht nur hohe Elastizität und Dehnbarkeit, sondern punkten auch mit geringer Frostreißfähigkeit und guter Anhaftung an unterschiedlichste Baustoffe.

Wirtschaftlich sanieren, gesund wohnen

Die Abdichtung des Neubaus beträgt unter drei Prozent der Gesamtkosten? Falsche Sparsamkeit – vielleicht, weil gute Bauwerksabdichtung unsichtbar und daher äußerlich wenig prestigeträchtig daherkommt. Doch werden Mängel sichtbar, verursacht allein ihre Lokalisierung höhere Folgekosten als andere Baufehler. Und ihre Beseitigung übersteigt die Kosten einer Abdichtung direkt bei Neubauerstellung um den Faktor 10 bis 20! Denn nicht nur Wasser, auch Schadsalze werden eingetragen – und schädigen die Bausubstanz weiter: Schimmelpilze und Hausschwamm sind nur einige davon. Wirtschaftliches Sanieren kombiniert gutes Handwerk und gesundes Wohnen: Schadstofffrei, hervorragend baustellentauglich und von sehr gute Handhabbarkeit, leisten Injektionsgele hier ihren Beitrag nachhaltig.

 

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